Das Erleben von Schmerz ist eine fast tägliche Erfahrung und überlebenswichtig. Schmerz hat eine Warn- und Schutzfunktion, indem er auf eine Verletzung oder drohende Gewebeschädigung hinweist. Wenn Schmerzen über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben oder wiederkehrend sind, dann sprechen wir von chronischem Schmerz.

Der chronische Schmerz hat seine Warnfunktion verloren und wird vom Symptom selbst zur Krankheit – ein sogenanntes Schmerzgedächtnis hat sich ausgebildet. Wenn Betroffene physisch, psychisch-kognitiv und sozial beeinträchtigt sind, benötigen sie psychiatrische Unterstützung.

Symptome

Die Schmerzen betreffen einen bestimmten Körperteil oder wandern über verschiedene Gelenke oder Muskelgruppen. Manchmal treten sie überall auf und führen häufig zu einer allgemeinen Erschöpfung.

Spezielle Schmerzformen sind sogenannte Spannungskopfschmerzen und Migräne. Fachpersonen sprechen von chronischem Schmerz, wenn der Schmerz seit mindestens drei bis sechs Monaten besteht.

Im Gegensatz dazu steht der akute Schmerz, der plötzlich, ohne erkennbare Regelmässigkeit, oft durch ein äusseres Ereignis wie Quetschung, Verstauchung, Prellung, Knochenbruch, Verbrennung oder Insektenstich ausgelöst wird.

Ursachen

Eine Schmerzstörung kann jeder entwickeln. Zu den gefährdetsten Altersgruppen zählen berufstätige Menschen zwischen 35 und 55 Jahren. Bei Menschen, die an einer Schmerzstörung leiden, sind über lange Zeit vor dem Auftreten der ersten Schmerzen Belastungssituationen in wichtigen Lebensbereichen aufgetreten. Solche Überforderungen, Ängste, Stress oder auch Lustlosigkeit äussern sich mit der Zeit in Form von Schmerz.

Wir helfen Ihnen

Die chronischen Schmerzen führen zu einer Aktivierung des vegetativen Nervensystems. Befürchtet der Betroffene die Schmerzen als Ausdruck einer gefährlichen Krankheit, so bekommen die Schmerzen durch diese Angst Nahrung, was zu einem Teufelskreis führt.

Die Behandlung und die Durchbrechung dieses Teufelskreises erfolgt angepasst an die jeweilige Schmerzform und besteht aus einer Kombination von:

  • Psychotherapie
  • Führen von Schmerztagebüchern
  • Atemtherapie, Craniosacraltherapie, Teilkörper- und Kopfmassagen
  • Bewegungs- und Physiotherapie
  • Medikamentöse Therapie einschliesslich Phytotherapie
  • Erlernen von Entspannungsverfahren
  • Achtsamkeits- und Genusstraining
  • Training sozialer und emotionaler Kompetenzen
  • Ausdrucks- und Aktivierungstherapie

«Stress, Bewegungsmangel und Schonverhalten können den Schmerz zusätzlich noch verstärken.»

Dr. med. Peggy Guler-Stützer

Chefärztin APD/ATK Region Nord

Ihre Behandlung

Nicht jede Erkrankung oder jedes psychische Problem ist so schwerwiegend, dass eine stationäre Behandlung notwendig ist.

Viele psychische Beschwerden oder Krisen beurteilen und behandeln wir in ambulanten Sprechstunden oder Tagesklinik-Besuchen. Wir bieten Ihnen für jede Ihrer Situationen eine passende Behandlung.

Wir bieten an Wochenenden und Feiertagen für das Bündner Rheintal, entlang der Achse Maienfeld – Thusis, eine aufsuchende Behandlung und Betreuung von Patienten mit akuten psychiatrischen Krisen in der häuslichen Umgebung oder vor Ort des Geschehens an.

Mit dem Pilotprojekt stellen wir für Patienten in Krisensituationen eine kurzfristige Begleitung und Unterstützung auch an Zeiten sicher, in denen die ambulanten Versorgungsangebote oftmals nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.

Das AKi-Team ist mit einem Arzt und einer erfahrenen Dipl. Pflegefachperson HF besetzt und an folgenden Zeiten im Einsatz:

Freitag: 16.00 – 20.00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage: 08.00 – 20.00 Uhr

Telefon 058 225 21 00
aki@pdgr.ch

Flyer Ambulante Krisenintervention

In ambulanten Sprechstunden bieten wir problembezogene Betreuung in verschiedenen Situationen an und setzen folgende Therapieformen ein:

  • Gesprächspsychotherapie
  • Stützende Gespräche
  • Problemorientierte Gespräche
  • Verhaltenstherapie
  • Paartherapie
  • Medikamentöse Unterstützung und Behandlung

Ambulante Sprechstunden bieten wir Ihnen an den Orten Chur, Cazis, Davos, Ilanz, Scuol, Sta. Maria im Münstertal, St. Moritz, Poschiavo und Promontogno.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Flyer Ambulanter Psychiatrischer Dienst

Die Tagesklinik-Patienten sind halbtags oder tageweise in den Tageskliniken in Behandlung und gehen am Abend in ihr gewohntes Umfeld zurück.

Tageskliniken sind ambulante Einrichtungen, die besonders auf die Rehabilitation psychisch kranker Menschen ausgerichtet sind. Sie bieten Menschen ein vielseitiges Behandlungsangebot, damit sie ihr Leben im Alltag selbstständig meistern können.

Die PDGR bieten an den Standorten Chur, Davos, Glarus, Ilanz, Scuol, St. Moritz und Thusis eine Allgemeinpsychiatrische Tagesklinik an.

In Chur und Ilanz befindet sich eine Gerontopsychiatrische Tagesklinik, welche  auf Patienten im höheren Alter spezialisiert ist.

An der Freifeldstrasse 27 in Chur behandeln wir in der Psychotherapeutischen Tagesklinik Menschen mit Angst-, Zwang-, Ess- und Persönlichkeitsstörungen, psychosomatischen Erkrankungen und chronischen Schmerzen.

FAQ – häufig gestellte Fragen

Flyer Allgemeinpsychiatrische Tagesklinik

Flyer Gerontopsychiatrische Tageskliniken

Flyer Psychotherapeutische Tagesklinik Chur

Wir bieten ein ambulantes Angebot für Migranten und fremdsprachliche Patienten an.

Die ambulanten Sprechstunden und Therapien können in folgenden Sprachen – ohne Dolmetscher – durchgeführt werden: Albanisch, Arabisch, Bosnisch, Griechisch, Italienisch, Kroatisch, Russisch, Serbisch, Spanisch und Ungarisch. Bei weiteren Sprachen können wir Therapien mit interkulturell geschulten medizinischen Dolmetschern aufgleisen.

Die Kosten für die Therapie werden von der Obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen. Die Kosten für den Dolmetscher nicht. Dafür müsste vor Therapiebeginn die Kostenübernahme der Dolmetscherleistungen geklärt sein (Selbstzahlung/Sozialdienst etc.).

Unsere Ansprechpersonen sind Dr. med. Ibrahim Al Saleh, Oberarzt, ibrahim.alsaleh@pdgr.ch und Dr. med. Fabian Gaspoz, Oberarzt, ernesto.gaspoz@pdgr.ch.

Eine stationäre Behandlung bieten wir Ihnen in der Klinik Beverin Cazis, der Klinik Waldhaus Chur sowie für Privatversicherte in der Privatklinik MENTALVA in Cazis an.

FAQ – häufig gestellte Fragen

Patientenwegweiser – Informationen für Patienten

Das Angebot der Mutter-Kind-Station der Klinik Beverin richtet sich an Mütter mit einer psychischen Erkrankung, welche eine stationäre Behandlung benötigen und mit ihrem Kind zusammenbleiben sollen. Patientinnen in einer Entzugsphase werden nicht aufgenommen.

Es werden Kinder bis zum Erreichen des Schulalters aufgenommen. Neben der Unterstützung von Müttern und deren Angehörigen, bieten wir Hilfe für Kinder psychisch erkrankter Eltern an. Die stationäre Behandlung hat zum Ziel, die bestehenden psychischen Beschwerden zu lindern, die Mutter-Kind-Beziehung zu begleiten und auf den Alltag zu Hause vorzubereiten. Die Betreuung und Pflege des Kindes wird dabei unter anderem durch eine stundenweise Entlastung durch eine Pflegefachperson oder Tagesmutter gewährleistet. Bei längeren Aufenthalten ist auch die Betreuung in einer Kindertagesstätte möglich.

Flyer Betreuung von Mutter und Kind

Therapieangebot

Wir respektieren die Individualität und Würde eines jeden Menschen und begegnen unseren Patienten und ihren Angehörigen in der täglichen Arbeit mit Wertschätzung und Toleranz. Bei der Behandlung psychischer Krankheiten orientieren wir uns am aktuellen Stand der Wissenschaft. Dabei berücksichtigen wir die biologischen Faktoren, die psychische Verarbeitung und die Wechselbeziehung mit der sozialen Umwelt der Patienten.

Wir sind offen für klinisch wirksame komplementärmedizinische Methoden und ergänzen damit unser psychotherapeutisches Behandlungsangebot. Diese Aspekte fliessen im Sinne einer ganzheitlichen Betrachtung – Körper, Seele, Geist und Spiritualität – in die Behandlungsgrundsätze ein und werden von einem bereichsübergreifenden Team wahrgenommen.

Mit dem recovery-orientierten Ansatz werden Patienten in den Heilungsprozess eingebunden und das Behandlungsteam wird durch Peer-Mitarbeitende unterstützt. Die Einbindung von Angehörigen in den Behandlungsprozess ist selbstverständlich.

Ihre Behandlung und Therapie orientiert sich am gemeinsam erarbeiteten Behandlungsplan und beinhaltet eine Auswahl aus den folgenden Therapieformen:

Aktivierungstherapie fördert und unterstützt die körperlichen, geistigen und sozialen Fähigkeiten. Je nach Krankheit und vorhandenen Interessen und Möglichkeiten wird die Therapie auf Sie oder die Patientengruppe abgestimmt. Das entsprechende therapeutische Mittel wird gezielt ausgewählt: musische, kognitive, gestalterische, lebenspraktische oder gesellige Aktivitäten wie zum Beispiel gemeinsames Kochen oder kreatives Gestalten sind Teil der interprofessionellen Gesamtbehandlung.

Sie sollen Abwechslung, Kontakte und Gemeinschaft erleben und Orientierung im Sinne einer Tages- und Wochenstruktur erhalten.

Mit bestimmten und einfachen Übungen werden wiederholte Entspannungserlebnisse gefördert. Dadurch werden Krankheitssymptome wie Anspannung und Nervosität, Kreisen negativer Gedanken und Impulsivität wirksam beeinflusst.

Progressive Muskelrelaxation

Die progressive Muskelrelaxation ist das systematische Trainieren von Anspannung und Entspannung von bestimmten Muskelgruppen. Der Entspannungszustand führt zu einer nervlichen Beruhigung und Erholung, ähnlich wie sie im Schlaf erfolgt. Diese Entspannungsmethode ist besonders für nervöse, unruhige Personen geeignet und bewirkt darüber hinaus ein verbessertes Körperbewusstsein und Körpergefühl.

Ziel der Ergotherapie ist es, der Krankheit entgegenzuwirken und Sie beim Erreichen, Verbessern sowie Erhalten grösstmöglicher Selbständigkeit in alltäglichen Verrichtungen wie Körperpflege, Essen, Fortbewegung, Kommunikation, Haushalt, Beruf, Schule und Freizeit zu unterstützen. Die Therapieschwerpunkte beinhalten das Erwerben, Trainieren und Verbessern von persönlichen Handlungsvoraussetzungen, das Anwenden und Einüben von Kompensationen und/oder Anpassen von Umgebungsfaktoren.

In einer Gruppentherapie werden Wissen zur Symptomatik der Erkrankung, die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten und die Rückfallprophylaxe strukturiert vermittelt. Das Ziel des Intensivprogrammes ist es, die Krankheit besser zu verstehen und lernen mit ihr umzugehen. Die Aufklärung über die Entstehung Ihrer Erkrankung bildet die Grundlage für die anschliessenden Behandlungsschritte.

Wir bieten spezifische Gruppentherapien für unterschiedliche psychiatrische Krankheitsbilder an.

Körperorientierte Therapien wie die Craniosacraltherapie, die Traditionelle Chinesische Medizin, die Psychosomatische Energetik, tiergestützte Therapie — vorwiegend mit Hunden, Teilkörpermassagen, Licht-, Phyto- (Heilpflanzen) und Orthomolekulartherapie (Mineralstoffe), Ohrakupunktur, Fussreflexzonenmassage und Wickel werden in Ihrem Behandlungsalltag als ergänzende Therapie eingesetzt.

Die medikamentöse Therapie dient zur Linderung der Symptome im psychischen und körperlichen Bereich. Sie werden vom behandelnden Arzt über die Wirkungen und Nebenwirkungen aufgeklärt. Die medikamentöse Therapie wird regelmässig mittels Arztgesprächen überprüft und nach Rücksprache mit Ihnen angepasst.

Unsere Pflegefachpersonen unterstützen Sie bei der Ausübung von Alltagstätigkeiten. Es werden gemeinsame Aktivitäten geplant und in den Tagesablauf eingebunden. Durch gezieltes, auf Sie zugeschnittenes Training, werden auf Ihren Wunsch Unsicherheiten im sozialen Verhalten trainiert. Hobbys und vorhandene Ressourcen berücksichtigen wir dabei.

 

Unsere Physiotherapie behandelt Sie für den Erhalt und die Wiederherstellung der bestmöglichen Bewegungs- und Funktionsfähigkeit Ihres Körpers. Primärer Ansatzpunkt ist Ihr Bewegungssystem und das Bewegungsverhalten sowie die psychische Leistungsfähigkeit selbständig zu erlernen oder zu erhalten.

Die Phytotherapie bietet eine individuelle, auf den Bedarf von Ihnen abgestimmte Behandlungsmöglichkeit.

In Abhängigkeit der Beschwerden kommen unterschiedliche Heilpflanzen zum Einsatz. Verwendet werden entweder die ganze Pflanze oder auch Teile wie Blätter, Blüten, Früchte, Stängel, Rinde und Wurzel. Ausschlaggebend ist, welche Wirkung erzielt werden soll, denn in den unterschiedlichen Teilen der Pflanze sind auch verschiedene Inhaltsstoffe enthalten.

Die verwendeten Fertigarzneien, Tinkturen, Tees, sowie die ätherischen Öle können bei der Regulierung von Störungen in den Bereichen Schlaf, Angst und Gemütsverstimmungen mithelfen.

Die Psychoedukation ist eine offene störungsunspezifische Gruppe, die sich an aktuellen Themen von Ihnen orientiert. In der Gruppentherapie lernen Sie, sich in der Gruppe zu äussern, einen Standpunkt zu vertreten, andere Meinungen zuzulassen, zuzuhören, aufeinander einzugehen und Erfahrungen auszutauschen.

In dieser Gruppe werden Hintergründe zu den häufigsten psychiatrischen Erkrankungen vermittelt. Krankheitsmodelle, Behandlungsansätze und Copingstrategien werden geschildert und durch eigene Erfahrungen der Patienten angereichert. Ziel ist, dass Sie Ihre Erkrankung besser verstehen und zu bewältigen lernen.

In der Psychotherapie verwenden wir Verfahren und Methoden aus der kognitiven Verhaltenstherapie, der Transaktionsanalyse, der körperorientierten Psychotherapie, der systemischen Therapie, der medizinischen Hypnose und der Logosynthese. Die Therapien finden in Einzel- und Gruppensettings statt.

 

Atem- und Körpertherapie

Der Atem wird mit einfachen, wirksamen Übungen im Sitzen, Gehen oder Liegen belebt. Der Atemrhythmus wird ausgeglichen und die Atemkraft gestärkt. Dieses Verfahren dient dazu, bestimmte psychische Krankheitssymptome, wie Anspannung und Nervosität, Wahrnehmungsstörungen, muskuläre Verspannungen, Schmerzen und Müdigkeit günstig zu beeinflussen. Verschiedene Bereiche werden gestärkt: Empfindungsbewusstsein, Sammlungsvermögen, Hingabe und Achtsamkeit, die Selbstwahrnehmung von Gefühlen/Bedürfnissen, Gedanken, Bildern und Bewegungsimpulsen, Verbesserung der Tonusregulation, Verbesserung der Ausdrucks- und Kontaktfähigkeit, Stärkung der Atemkraft (Ich-Kraft) und damit das Selbstbewusstsein.

Yoga

Yoga gilt als der älteste überlieferte Erfahrungsweg, der von einem engen Zusammenhang von Körper, Seele und Geist ausgeht. Körperhaltung, Beweglichkeit und Kraft sowie auch geistige Fähigkeiten werden gestärkt. Die Prävention steht beim Yoga im Vordergrund. So haben Erfahrungen gezeigt, dass eine Stärkung des Hormon- und Nervensystems und der Verdauung bewirkt wird.

Sporttherapie

Körperliche Aktivität wirkt sich positiv auf den Körper und die Psyche aus. In der Sporttherapie wird durch ein vielseitiges Bewegungsangebot ein gesundheitlich orientiertes Verhalten gefördert und die Leistungsfähigkeit gesteigert.

Im Zentrum steht das Wiedererlangen und Fördern der Bewegungsfreude als Ressource zur Bewältigung von Belastungen und Krankheit.

Wir bieten Ihnen auserwählte tiergestützte Therapien, vorwiegend mit Hunden und Pferden, als komplementäre Behandlungsergänzung an. Die pädagogische, psychologische und psychotherapeutische sowie soziale Integration wirken sich positiv auf Ihren Gesundheitszustand aus.

Beratung & Unterstützung

Unsere Ärzte, Psychologen, Sozialarbeiter, Seelsorger und Pflegefachpersonen unterstützen und begleiten Patienten, ihre Angehörigen und Arbeitgeber bei der Erarbeitung von Lösungen in verschiedenen Hinsichten. Die Beratungen sind in die Gesamtbehandlung miteingebunden.

Angehörige sind durch die Krise oder psychische Erkrankung eines nahestehenden Menschen mitbetroffen und belastet. Es ist sinnvoll, Ihre Angehörigen oder andere Bezugspersonen mittels Gesprächen in die Behandlung einzubeziehen.

Das Beratungsangebot ist kostenfrei. Für eine Angehörigenberatung wenden Sie sich an die pflegerische Bezugsperson des Patienten oder an Eduard Felber, Pflegedirektor, Telefon 058 225 20 10, eduard.felber@pdgr.ch.

Die Gespräche sind vertraulich und unterstehen der Schweigepflicht.

In stattfindenden Psychoedukationsgruppen können sich Angehörige von psychisch Erkrankten unter der Leitung einer PDGR-Fachperson austauschen. Beachten Sie dazu die Anlässe unter dem Punkt Veranstaltungen.

Flyer Angehörigenberatung

Die SVA Graubünden und die PDGR bieten gemeinsam mit dem Angebot «Job Coaching plus» eine Unterstützung und Begleitung von Menschen mit psychischen Erkrankungen bei Schwierigkeiten im ersten Arbeitsmarkt. Kern der Zusammenarbeit ist ein enger Austausch zwischen dem Behandlungsteam der PDGR und der Eingliederungsberatung der IV-Stelle der SVA. Bei Bedarf wird die ARBES mit der Koordinationsstelle Berufliche Integration miteinbezogen.

Wir unterstützen Sie als Patient beim Arbeitsplatzerhalt, bei der Stellensuche und beim Wiedereinstieg in eine neu gefundene Arbeitsstelle. Sie erhalten ein Job Coaching am Arbeitsplatz bzw. bei Stellenantritt, profitieren von Bewerbungstrainings und erhalten Unterstützung im Bewerbungsprozess, eine Begleitung und Beratung bei Vorbereitungsmassnahmen im ersten Arbeitsmarkt sowie Unterstützung bei Abklärungen mit dem Arbeitgeber.

Unsere seelsorgerische Begleitung hinterfragt Krankes, bekräftigt Gesundes und fördert Sie in Ihrer persönlichen Spiritualität. Unsere Seelsorger stehen Ihnen ungeachtet Ihrer Konfession oder religiösen Einstellung zur Verfügung.

An unseren Klinikstandorten Beverin und Waldhaus sind ein katholischer und ein reformierter Seelsorger tätig. Sie besuchen die Stationen regelmässig. Auf Wunsch vermitteln unsere Pflegefachpersonen ein persönliches Gespräch.

Flyer Seelsorge

Unser Sozialdienst unterstützt Sie bei Fragen in den Bereichen Arbeit, Wohnen und Finanzen. Zu den Hilfeleistungen gehören die Organisation und Koordination von Unterstützungen und Beratung in Haushaltsfragen sowie der Vermittlung von finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten.

Flyer Sozialdienst

Unsere Fachpersonen beraten während der Behandlung Eltern, damit sie ihre Kinder bei der Verarbeitung der Erkrankung der Eltern unterstützen. Wenn Verhaltensauffälligkeiten bestehen, vermittelt das Behandlungsteam nach Absprache mit dem erkrankten Elternteil den Kontakt zur Kinder- und Jugendpsychiatrie Graubünden (KJP).

Flyer Kinder psychisch erkrankter Eltern

Im Auftrag von Spitexorganisationen übernehmen die PDGR die ambulante-psychiatrische Spitex. Unsere diplomierten Pflegefachpersonen unterstützen Menschen mit psychischen Problem und deren Angehörige in ihrer gewohnten Umgebung.

Im Fokus stehen die Förderung der Gesundheit, Krisensituationen soweit als möglich zu überwinden und bestmögliche Stabilität zu erreichen beziehungsweise aufrecht zu erhalten.

Das Angebot wird in folgenden Spitex-Regionen angeboten:
Albula, Cadi, Chur, Davos, Unterengadin, Foppa, Fünf Dörfer, Imboden, Maienfeld, Moesa, Oberengadin, Prättigau, Schanfigg, Selva, Valle Bregalia, Val Müstair, Valposchiavo, Viamala

Wenden Sie sich für weitere Fragen an unsere Tageskliniken in den Regionen:
Chur, Davos, Glarus, Ilanz, Scuol, St. Moritz

Flyer Ambulante Psychiatrische Spitex

Unsere Präventionsarbeit

Psychische Gesundheit ist keine Selbstverständlichkeit. Die PDGR engagieren sich gemeinsam mit verschiedenen Partnern  in der Prävention und Entstigmatisierung der Psychiatrie in der Öffentlichkeit.

In Graubünden erkrankt statistisch gesehen jede zweite Person im Laufe des Lebens an einer behandlungsbedürftigen psychischen Erkrankung.

In unterschiedlichen Kampagnen und Aktionen informieren unsere Fachpersonen über verschiedene Aspekte einer psychiatrische Erkrankung und klären über die möglichen Behandlungs- und Beratungsmöglichkeiten auf.

Mit dem Angebot «Coaching für Firmen» sensibilisieren die PDGR das Thema «Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz». Sie als Arbeitnehmer und Arbeitgeber können Ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten zu aktuellen Themen vertiefen und in solchen Situationen richtig handeln.

Erfahren Sie, was es für den Arbeitgeber bedeutet psychisch erkrankte Mitarbeitende zu begleiten, welche Unterstützungsangebote es gibt und wie ein Arbeitsumfeld geschaffen wird, in welchem Mitarbeitende psychisch gesund bleiben.

Wir bieten Module zu den Themen «Schlafstörungen», «Abhängigkeit» und «Burnout/Stress» an.

Flyer Angebot Coaching für Firmen und Organisationen

Eine Möglichkeit, bereits in jungen Jahren auf das Thema psychische Gesundheit aufmerksam zu machen, ist der Weg über die Bildung. Gerade in der Übergangsperiode zwischen Kindheit und Erwachsenenalter (Adoleszenz) ist der Zeitpunkt dafür ideal.

Im Jugendalter und der damit verbundenen Pubertät sind die entscheidenden Faktoren für die psychische Gesundheit stark im Wandel: Körper, Psyche und das soziale Umfeld. Dort gilt es anzusetzen, wenn die psychische Gesundheit gefördert und Präventionsarbeit geleistet werden soll.

Mit dem Schulkoffer «Psychische Gesundheit – ein Koffer zu dir» bringen die PDGR das Thema ins Klassenzimmer. Das Angebot richtet sich einerseits an alle rund 120 Bündner Real- und Sekundarklassen der 3. Oberstufe und deckt entsprechende Inhalte des Lehrplans 21 ab. Er befasst sich insbesondere mit dem fächerübergreifenden Thema Gesundheit und Kompetenzen aus dem Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft. Andererseits richtet sich das Angebot an Bündner Gymnasialklassen oder Brückenangebote im 9. respektive 10. Schuljahr.

Weitere Informationen / Buchungsmöglichkeit für Lehrpersonen

Über psychische Gesundheit zu sprechen lohnt sich! Die Kampagne «Wie geht’s Dir?» von Gesundheitsförderung Schweiz, umgesetzt in Graubünden durch das Gesundheitsamt mit «Bisch fit?», sensibilisiert dafür und vermittelt ganz konkrete Tipps.

Psychische Erkrankungen gehen uns alle etwas an: Jeder zweite Mensch erkrankt in seinem Leben einmal psychisch. Das ist sowohl für die Betroffenen wie auch für ihre Angehörigen mit viel Leid verbunden, führt zu Arbeitsausfällen und Gesundheitskosten. Es lohnt sich darum, in die Prävention von psychischen Erkrankungen und Förderung der psychischen Gesundheit zu investieren.

www.wie-gehts-dir.ch

In fünf Monatsthemen beleuchten wir über das ganze Jahr unterschiedliche psychiatrische Themen. In verschiedenen Fachbeiträgen im Radio, Fernsehen oder Zeitung erfahren Sie von unseren Ärzten, Psycholgen und Pflegefachpersonen aus unterschiedlichen Blickwinkeln mehr über ein Schwerpunktthema.

Der Januar beschäftigt sich mit dem Thema «Psychisch erkrankt – Wege daraus», der März mit «Sex und Partnerschaft – Stress damit?», der Mai mit «Kokain und Partydrogen», der September mit «Suizid – Prävention & Hilfe für Angehörige» und der November mit dem Thema «Nach Burnout – zurück ins Leben». Abgerundet wird jedes Monatsthema mit einem Fachvortrag oder Podiumsgespräch jeweils am letzten Dienstag im Monat. Der Anlass beginnt um 19.00 Uhr in der Klinik Waldhaus Chur.

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