Die Wohnbegleitung ist ein Angebot der Heimzentren der PDGR, welches seit Jahresbeginn 2018 besteht.

Was genau ist Wohnbegleitung? Was bezweckt sie und wie sieht diese im Alltag aus?

Die Hintergründe dazu von Giovanna Ardüser, Dipl. Sozialpädagogin.

Was ist Wohnbegleitung?

Die Wohnbegleitung unterstützt erwachsene Personen mit psychischer Beeinträchtigung, IV-Bezüger/-innen beim privaten Wohnen. Die Begleitung umfasst die Bereiche: Wohnen, Alltag, Gesundheit, Selbstpflege sowie soziale Kontakte. Dort wo Hilfe im Lebens- und Sozialraum des Klienten erwünscht und benötigt wird. Das Angebot leistet durchschnittlich vier Stunden pro Woche pro Person.

Was bezweckt die Wohnbegleitung?

Ein erfülltes, selbstständiges Leben und Wohnen. Es geht darum, die Lebensqualität zu steigern. Durchs Erarbeiten eigener Strategien entsteht mehr Sicherheit und Ängste werden abgebaut. Mit der Wohnbegleitung schaffen wir einen fliessenden Übergang vom stationären zum privaten Wohnen.

Wie sieht die Begleitung im Alltag aus?

Nach der Bedarfsabklärung werden die Ziele der Klienten fokussiert. Beispielsweise: «Ich möchte selbstständig ein Mittagessen kochen können» oder «Ich möchte mein Hobby mit weiteren Menschen teilen.» Die Betreuungsperson leitet Teilschritte ab, um den Klienten ein ideales Lernfeld zu bieten, Sicherheit zu erlangen und Erfolge zu erleben. Die Unterstützung besteht im Beraten, Koordinieren, Anleiten, Begleiten, gemeinsamen Tun sowie stellvertretendem Handeln. Die nahe Begleitung ermöglicht anstehende Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und effektive Selbsthilfestrategien zur Krisenprophylaxe zu erarbeiten und umzusetzen.

Wie entwickelt sich das Angebot?

Die Wohnbegleitung gibt es seit Jahresbeginn 2018. Das Angebot stösst auf positive Resonanz. «Oft vernehme ich, dass genau dieses Angebot bis jetzt gefehlt hat.» Persönliche Wohnung/Umgebung, individuelle und lebensweltorientierte Betreuung, Früherkennung von Krisen und frühzeitiger Einbezug anderer Hilfssysteme. Bis jetzt durften wir acht Personen begleiten. Der Weg führt meistens vom stationären Wohnen zur Wohnbegleitung und von dort ins selbstständige Wohnen.

Was gefällt dir an der Wohnbegleitung?

Die Zusammenarbeit mit meinem Gegenüber. Zeit zu haben, um Raum für Veränderungen zuzulassen. Genau hinzusehen und festgefahrene Muster durch Fachwissen, Vernetzung mit anderen Hilfssystemen und Kreativität zu durchbrechen.

Ein Blick in die Zukunft der Wohnbegleitung…

Menschen eine individuell, auf sie zugeschnittene Wohnform mit passendem Umfeld ermöglichen. Neue Gemeinschaften bilden. Die Person mit ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten wahrnehmen und als gleichwertiges Mitglied der Gesellschaft anerkennen.

Flyer Wohnbegleitung – «Bei mir Zuhause»

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