5. Ethiksymposium: Psychiatrie unter Spannung – Zwischen Fürsorge, Autonomie und gesellschaftlicher Kontrolle

Am Donnerstag, 14. November 2019 findet das Ethiksymposium in der Klinik Waldhaus in Chur statt.

Flyer

Themen
Autonomie vs. Zwang
Mythos Selbstbestimmung
Roundtable

Was erwartet Sie?
Die Psychiatrischen Dienste Graubünden (PDGR) laden Sie herzlich zum fünften Ethiksymposium ein. Autonomie und Freiheit gewinnen in unserer Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Davon sind auch gesellschaftliche Organisationen wie Psychiatrien betroffen – verschiedene Spannungsfelder öffnen sich.

In erster Linie können Interessen von zu behandelnden Personen (Selbstbestimmung) und die Schutzpflicht der Institution (Fürsorge) einander entgegenstehen. Doch es geht noch weiter: Läuft die Psychiatrie Gefahr instrumentalisiert zu werden, wenn sie gesellschaftliche Interessen umsetzt und erst dann die Interessen von Patientinnen und Patienten berücksichtigt? An den medizinischen Zwangsmassnahmen im Alltag oder an den Schnittstellen zu den Bereichen wie Jugendhilfe, Polizei oder Altersheime wird dies besonders deutlich. Etwas plakativ formuliert, wird gerne die Forderung laut, sozial unerwünschtes Verhalten von Patientinnen und Patienten abzustellen, damit Begleitpersonen gut mit ihnen umgehen können. Kann und muss die Psychiatrie diesem Wunsch gerecht werden?

Wir laden Sie herzlich ein, sich mit uns und unseren Referenten aus ethischer Sicht mit solchen und weiteren Fragen auseinanderzusetzen.

Anmeldung
Melden Sie sich online an.
Anmeldeschluss ist der 7. November 2019.

Kosten
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Tagungsbüro
Nadine Caduff, Marketing und PR
Tel. +41 58 225 25 43, nadine.caduff@pdgr.ch

Referenten

Prof. Dr. med. Dr. phil. Paul Hoff

Chefarzt, Stv. Klinikdirektor Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

PD Dr. phil. Rouven Porz

Medizinethik, Direktion Medizin Inselspital / Universitätsspital Bern