Angehörige sind durch die Krise oder psychische Erkrankung eines nahestehenden Menschen mitbetroffen und belastet, sind aber für Patienten eine grosse Unterstützung in einer schwierigen Zeit. Es ist sinnvoll, Angehörige oder andere Bezugspersonen mittels Gesprächen in die Behandlung miteinzubeziehen oder sie über den Verlauf durch den Patienten oder die Bezugspflegeperson zu informieren.

Wir verstehen unter Angehörigenarbeit eine offene, wertschätzende, informierende, integrierende und unterstützende Haltung, welche von allen mitgetragen und im interdisziplinären Austausch weiterentwickelt wird. Der aktive Einbezug des Patienten und der Angehörigen in den Behandlungsprozess erfolgt wo immer es möglich, verhältnismässig und sinnvoll ist.

Wir sind an Ihrem Feedback als Angehöriger sehr interessiert. Teilen Sie uns Ihre Anregungen, Beschwerden oder Verbesserungsvorschläge unter info@pdgr.ch mit.

Als Angehöriger stehen Ihnen verschiedene Unterstützungsangebote, Beratungs- und Auskunftsmöglichkeiten zur Verfügung.

Besuchszeiten Stationäre Patienten

Die Patienten können täglich Besuche empfangen. Wir empfehlen Ihnen Ihre Besuche vorab mit dem Pflegefachpersonal der entsprechenden Station und oder Tagesklinik zu vereinbaren.

Aus therapeutischen Gründen kann die Besuchszeit eingeschränkt oder erweitert werden.

Beratung

Einzelgespräche

Sie als Angehörige sind ein wichtiger Bestandteil in der Begleitung von Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Sie sind in den Alltag der Betroffenen involviert und tragen vieles an Verantwortung mit, gehören ebenfalls zum professionellen Helfersystem dazu. Je mehr Wissen sich Angehörige über die jeweilige Erkrankung und dem Umgang damit aneignen, umso hilfreicher können sie auf belastete Alltagssituationen reagieren.

Unter dem Motto «Gemeinsam statt einsam» klären wir in persönlichen Gesprächen Fragen zur Erkrankung, zum Umgang mit schwierigen Lebenssituationen und zu möglichen Hilfsangeboten für Sie als Angehörigen.

Für eine Angehörigenberatung wenden Sie sich primär an die pflegerische Bezugsperson des Patienten oder an Eduard Felber, Pflegedirektor, Telefon 058 225 20 10eduard.felber@pdgr.ch.

Das Beratungsangebot ist kostenfrei und findet nach telefonischer Vereinbarung statt. Die Gespräche sind vertraulich und unterstehen der Schweigepflicht.

VASK: Vereinigung der Angehörigen von Schizophrenie- und psychisch Kranken

Die VASK bietet Angehörigen von psychisch erkrankten Personen folgendes Angebot an:

  • Hilfe in Notsituationen durch Aussprache und Erfahrungsaustausch
  • Unterstützung bei der Suche nach Auswegen und Alternativen
  • Anregung zur Selbsthilfe
  • Vermittlung von Adressen, Ämtern, Institutionen
  • Durchführung des Treffpunkts Atelier: Begegnungsstätte für Menschen von Psychisch-Kranken und Psychisch-Genesenden
  • Trialog: Diskussionsrunde zwischen «Experten aus Erfahrung», Angehörigen und Fachpersonen

VASK Graubünden
Telefon 081 353 71 01
vask.graubuenden@bluemail.ch
www.vaskgr.ch

VASK Flyer «Wir Angehörige»

«Angehörige sind in der Regel stark von der psychischen Erkrankung eines Familienmitglieds betroffen. Wir unterstützen Sie gerne und beziehen Sie mit in die Behandlung ein.»

Eduard Erwin Felber

Pflegedirektor / MGL

Unterstützungsangebote

Das Angebot richtet sich an Familienangehörige von an Depression oder an Schizophrenie erkrankten Menschen. Ziel ist die Information über die Erkrankung sowie der gemeinsame Austausch unter der Leitung von Psychiatern und Psychologen.

Das Wissen um die Erkrankung hilft Angehörigen, eigene Schuldgefühle oder Ängste «etwas falsch zu machen» zu vermeiden. Aufgeklärte Angehörige helfen aktiv mit, den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen.

Die Angehörigengruppen sind kostenfrei, modular aufgebaut und finden an jeweils vier Terminen statt. Ein Einstieg ist jederzeit möglich – eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Flyer Informationen für Angehörige

Als Angehöriger stehen Ihnen eine Vielzahl an Selbsthilfegruppen im Kanton Graubünden zur Verfügung.

In einer Selbsthilfegruppe lernen Sie Gleichgesinnte kennen, die Sie verstehen und ernst nehmen – etwas, was Dritte möglicherweise nicht können, weil sie nicht nachempfinden können, wie es Ihnen geht.

Eine Selbsthilfegruppe ist ein geschützter Raum, in dem alles vertraulich behandelt wird. Interessierte treffen sich freiwillig, regelmässig und verbindlich – das ist wichtig, um Vertrauen aufzubauen und als Gruppe zusammenzuwachsen.

Übersicht Selbsthilfegruppen im Kanton Graubünden

Selbsthilfe Graubünden
Telefon 081 353 65 15
(Dienstag und Donnerstag 8.30 – 11.30 Uhr)
kontakt@teamselbsthilfe.ch

Im Auftrag von Spitexorganisationen übernehmen die PDGR die ambulante-psychiatrische Spitex. Unsere diplomierten Pflegefachpersonen unterstützen Menschen mit psychischen Problem und deren Angehörige in ihrer gewohnten Umgebung.

Im Fokus stehen die Förderung der Gesundheit, Krisensituationen soweit als möglich zu überwinden und bestmögliche Stabilität zu erreichen beziehungsweise aufrecht zu erhalten.

Das Angebot wird im gesamten Kanton Graubünden wie auch Glarus angeboten. Wenden Sie sich für weitere Fragen an unsere Tageskliniken in den Regionen: Chur, Davos, Glarus, Ilanz, Scuol, St. Moritz

Spitex Verband Graubünden:
Flyer Webseite

Spitex Stadt und Land:
Flyer Webseite

Unsere Behandlungsteams beraten psychisch erkrankte Eltern, damit sie ihre Kinder bei der Verarbeitung der elterlichen Erkrankung unterstützen.

Um die psychische Gesundheit der Kinder zu erhalten, werden die nötigen Ressourcen und gesund erhaltenden Faktoren in Bezug auf die Kinder und deren Umfeld miteinbezogen.

Wenn verhaltensauffällige Anzeichen bei den Kindern bestehen, vermitteln die Behandlungsteams den Kontakt zu den Kollegen der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Ihre Fragen beantworten wir unter info@pdgr.ch oder wenden Sie sich direkt ans Pflegefachpersonal.

Flyer Kinder psychisch erkrankter Eltern

Einige Tageskliniken und Stationen organisieren in regelmässigen Abständen Angehörigentreffen, zu denen Angehörige und Bekannte herzlich eingeladen sind. An diesen Anlässen stellen wir Ihnen als Angehörigen die Räumlichkeiten, das Behandlungsteam sowie die eingesetzten Therapieformen vor und informieren Sie über Neuerungen im Behandlungsalltag.

Sind Sie Angehöriger einer süchtigen Person? Haben Sie jemanden in Ihrem Umfeld, der ein Suchtproblem hat?

Unsere Suchtberatung richtet sich primär an Patienten, welche neben ihrer Abhängigkeit zusätzlich psychische und/oder somatische Störungen aufweisen. Kokain- und cannabiskonsumierende Menschen werden in spezifischen Sprechstunden mittels strukturiertem Verhaltensmanual behandelt.

Personen, welche an anderen Substanzstörungen leiden, können sich ebenfalls im Ambulatorium Neumühle in Chur beraten lassen.

Die Sprechstunden finden in den Räumlichkeiten des Ambulatoriums Neumühle an der Gürtelstrasse 89 in Chur statt.

Anmeldungen nimmt das Ambulatorium Neumühle unter Telefon
058 225 23 50 entgegen.

Videos

Eduard Felber, Pflegedirektor stellt die Angehörigenberatung vor

Wie weiter – wenn es Angehörigen zu viel wird (Teil 1) – Monatsthema September 2020
Regula Frei, Angehörige berichtet über ihre Erfahrungen mit ihrer magersüchtigen Tochter

Wie weiter – wenn es Angehörigen zu viel wird (Teil 2) – Monatsthema September 2020
Eduard Felber, Pflegedirektor Erwachsenenpsychiatrie berichtet über Herausforderungen und Hilfsangebote für Angehörige

Wie weiter – wenn es Angehörigen zu viel wird (Teil 3) – Monatsthema September 2020
Eduard Felber, Pflegedirektor Erwachsenenpsychiatrie berichtet über Herausforderungen und Hilfsangebote für Angehörige

Wie weiter – wenn es Angehörigen zu viel wird (Teil 4) – Monatsthema September 2020
Jürg Feuerstein, Kontaktstellenleiter Selbsthilfe Graubünden äussert sich zu den Selbsthilfegruppen für Angehörige im Kanton

Wie weiter – wenn es Angehörigen zu viel wird (Teil 5) – Monatsthema September 2020
Dr. med. Heiner Ziegler, Hausarzt / Amtsarzt Bezirk Chur-Plessur berichtet über seine Erfahrungen mit Angehörigen von Patienten

Suizid – Prävention & Hilfe für Angehörige – Monatsthema September 2019
Dr. med. Enrico Frigg, Stv. Chefarzt Privatklinik MENTALVA berichtet über seine Erfahrungen

Schlafstörung – Was steckt dahinter? (Teil 4) – Monatsthema Februar 2021
PD Dr. med. Tsogyal Latshang, Chefärztin Leiterin Pneumologie/Schlafmedizin KSGR und Dr. med. Rahul Gupta, Chefarzt Spezialpsychiatrie äussern sich in der Sendung SO Aktuell zum Thema Schlafstörungen

Rechtliches

Unsere Mitarbeitenden unterstehen dem Berufsgeheimnis und der Schweigepflicht. Ohne die ausdrückliche Zustimmung des Patienten geben wir keine Informationen an Aussenstehende, Angehörige oder sonstige Bezugspersonen weiter.

Falls der Patient aufgrund seiner Erkrankung nicht in der Lage ist, die zur Behandlung wichtigen Informationen mitzuteilen, dürfen nahestehende Personen oder ein Rechtsbeistand dem behandelnden Arzt die notwendigen Auskünfte erteilen. Wenn der Patient sich nicht dagegen ausspricht, wird ein Austrittsbericht mit den wichtigen Informationen zur Behandlung dem nachbehandelnden Arzt übergeben.

Es steht dem Patienten jederzeit zu, seine Krankengeschichte einzusehen. Andere Personen können, wenn sie durch den Patienten bevollmächtigt werden, die medizinischen Unterlagen einsehen. Eine Einschränkung des Einsichtsrechtes darf nur durch den behandelnden Arzt ausgesprochen werden. Diese Einschränkung erfolgt nur, wenn durch die Einsicht die Gefahr besteht, dass für den Patienten ein schwerer gesundheitlicher Schaden droht oder schützenswerte Interessen von Aussenstehenden betroffen sind.

Unsere Ärzte informieren den Patienten laufend über seine Krankheit, die Art der Behandlung, die Wirkungen und möglichen Nebenwirkungen der Medikamente sowie den voraussichtlichen Verlauf.

Patienten und Ihnen als Angehöriger steht für Konfliktsituationen die Ombudsstelle Graubünden beratend zur Verfügung.

Ziel der neutralen Anlaufstelle ist, mit Hilfe der verschiedenen Parteien Lösungswege in Konfliktsituationen zu suchen.

Wir empfehlen den Patienten in einem ersten Schritt, unser Reklamationswesen zu nutzen, bevor sie sich an die Ombudsstelle wenden. Für Fragen wenden Sie sich an das Pflegefachpersonal.

Weitere Informationen zur Ombudsstelle: www.osab-gr.ch

Veranstaltungen

Monatsthemen

Psychisch erkrankt – Wege daraus / Januar 2019

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Sex und Partnerschaft – Stress damit? / März 2019

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Kokain und Partydrogen / Mai 2019

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Suizid – Prävention & Hilfe für Angehörige / September 2019

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Nach Burnout – zurück ins Leben / November 2019

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Wenn der Zwang meinen Alltag bestimmt / Januar 2020

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Wenn Essen zum Feind wird / März 2020

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Alkohol – ein Feind, der sich als Freund tarnt / Mai 2020

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Wie weiter – wenn es Angehörigen zu viel wird / September 2020

Mehr

Einfluss der Digitalisierung auf meine Psyche / November 2020

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Schlafstörung – Was steckt dahinter? / Februar 2021

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Unsere Partner

Flyer & Broschüren

Wissenswertes

Dement oder depressiv? Hilfe auch für Angehörige.

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Der Schluck zu viel bringt viel Leid für Angehörige

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